Dienstag, 27. März 2018

Rezension: Wie die Sonne in der Nacht

Titel: Wie die Sonne in der Nacht
Autorin: Antje Babendererde


„Am liebsten wäre ich für immer so geblieben, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft festgehalten in diesem einen Moment“ Seite 280


Konnte mich meine alte Lieblingsautorin auch mit ihrem neuen Buch überzeugen?

Klappentext:

Am Ende ihres Austauschjahres in New Mexico sucht Mara das Abenteuer. Und es fällt ihr buchstäblich vor die Füße: in Gestalt eines verletzten Jungen mit rabenschwarzem Haar, der ohne Gedächtnis ist und ohne Sprache. Einzig an seinen Namen kann er sich erinnern – Kayemo. Gemeinsam brechen die beiden in die Wildnis auf. Sie entdecken geheime Orte der Pueblo-Indianer und Spuren, die in Kayemos Vergangenheit führen. Mit jedem Schritt dringen mehr dunkle Geheimnisse an die Oberfläche. Geheimnisse, die die wachsenden Gefühle zwischen Mara und Kayemo unmöglich zu machen scheinen. Aber längst schlagen die Herzen der beiden füreinander …

Schreibstil:

Der Schreibstil von Antje Babendererde war wie immer locker und leicht geschrieben, sodass man flüssig durch die Seiten kam. Wie immer hat sie ohne aus ihrem Buch ein Lexikon zu  machen, sehr viel Interessantes Fachwissen mit einfließen lassen. Man erkennt ihrem Schreibstil an, dass sie Ahnung von dem hat, was sie erzählt und das sie selbst schon sehr viel verreist ist. Zudem schafft sie es, dass man immer mehr über die Pueblo-Indianer wissen möchte. Denn eigentlich habe ich mich vor ihren Büchern weder für Indianer noch für die Wildnis oder alte Geschichten interessiert.

Charaktere:

Mara hat Feuer. Sie ist lebendig, Lebensfroh und Selbstbewusst. Antje Babendererde hat mir ihr eine unglaublich starke Persönlichkeit geschaffen, die man von der ersten Sekunde an ins Herz schließt. Kayemo ist das genaue Gegenteil von ihr, er ist eher ruhig, unerfahren, aber gleichzeitig auch süß und vor allem unglaublich Interessant, durch die Art und Weise wie er aufgewachsen ist. Mir hat es unglaublich gut gefallen, dass sich die Autorin mal für eine sehr selbstwusste Protagonistin und einen eher ruhigeren Protagonist entschieden hat, der fernab von jedem Klischee ist.


Meinung:

Ich kann gar nicht beschreiben, was ich beim Lesen alles gefühlt habe. Wer eine spannende und atemberaubend schnelle Geschichte sucht, ist hier falsch. Das Buch strahlt eine eher ruhigere Atmosphäre aus, die einen jedoch sosehr fesselt, dass ich nach dem Lesen erstmal meine Zeit brauchte um in das hier und jetzt zurück zukehren. Die Geschichte der beiden ist einerseits wunderschön und herzzerreißend zugleich. Ich habe mit Mara die Welt der Indianer und die alten Geschichten kennen gelernt, die mich wirklich packen konnten und zugleich mit Kayemo gelitten, als er begreifen musste, warum er sein Gedächtnis verloren hat. Die Kulisse der Wildnis und Indianer fand ich einfach nur beeindruckend, da dies einen wieder vor Augen führt, was es alles Wunderbares auf dieser Welt gibt und das nicht nur Handys zählen. Aber Antje Babendererde hat es genauso geschafft mich zum Lachen zu bringen. Mit der Auflösung am Ende hätte ich wirklich nicht gerechnet und das Buch hatte wirklich einige spannende Überraschungen parat.

Um nochmal auf meine Anfangsfrage zurück zukommen, ja dieses Buch konnte mich auch vollends von sich überzeugen, auch wenn es meine  beiden Lieblinge von ihr (Julischatten und Libellensommer) nicht übertrumpfen konnte. Ein Highlight und ich hoffe bald wieder eine Indianer Geschichte lesen zu können.

Bewertung:

5/5 ❤

Anmerkung:

Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich von vom Arena Verlag erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber (Read-to-Review Basis) Diese Gegenleistung beeinflusst nie meine Meinung.


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